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Wenn ich ehrlich sein sollte, so konnte ich mich mit dem Sound von Anarcho-Rockbands wie “Ton-Steine-Scherben” und Co. eher weniger anfreunden. Zu lahm erschien mir die Musik, zu textlastig das Gesamtwerk. Im Jahr 2008 wagte ich mich dennoch an die Rezension des neuen Albums der Schroeder Roadshow heran. Diese Band sorgte in den späten 70ern und frühen 80ern des vergangenen Jahrhunderts für ausverkaufte Konzerte in nahezu sämtlichen selbstverwalteten Jugendzentren in Westdeutschland. Die Schroeder Roadshow war Kult, was von vielen der heutigen Generation Ü-40 sicherlich genauso gesehen wurde bzw. wird. 1984 löste sich dann die Band auf, doch nun- 24 Jahre danach- ist sie wieder zurück und hat auf ihrem neuen Album „Rock´n´Roll-Chansons vom Hinterhof der Träume“ elf brandneue Songs sowie zwei neue Versionen alter Klassiker veröffentlicht. Die Markenzeichen der Band haben sich nicht geändert, denn auch auf ihrem neuen Album dominieren gesellschaftskritische, politische Texte. Diese werden durch den Einsatz von Gitarre, Orgel, Akkordeon, Synthesizer und Geige in vielfältige musikalische Stilrichtungen gepackt. Ich persönlich kann mich mit dem Ergebnis nicht anfreunden, auch wenn musikalisch auf dem „Rock´n´Roll-Chansons vom Hinterhof der Träume“so einiges geboten wird. Doch textlich gab es das doch schon alles. Das ist doch erkaltete Propaganda vor dem Fall der Mauer, die jetzt versucht wird aufzuwärmen. Ich weiß zwar auch, dass so einige Sachen hierzulande reformbedürftig sind, aber in dem Stil wird das höchstens noch die Herzen von selbstverliebten Alt-68ern, ewig junggebliebenen Häuserbesetzern und sonstigen verblendeten Zeitgenossen erwärmen. |